Steuerklassenwechsel

Mit Hilfe der richtigen Steuerklasse kann die Höhe des Elterngeldes nicht unerheblich gesteigert werden. Allerdings sollte der Steuerklassenwechsel im besten Fall schon vor der Geburt des Kindes vollzogen werden, später kann es ansonsten knapp werden. Mit ein paar Tricks ist der Wechsel aber auch später noch möglich. Maßgeblich entscheidend für die Höhe des Elterngeldes ist der Zeitraum von zwölf Monaten vor dem bekannten Mutterschutz.

Steuerklassenwechsel bringt mehr Elterngeld

Jeder der ein Kind erwartet, sollte sich rechtzeitig um die wichtigen Dinge wie einen Kitaplatz oder aber auch das Elterngeld kümmern. Schließlich müssen die werdenden Eltern berücksichtigen, dass sie Rücklagen bilden müssen, etwa um ihrem Kind später Wünsche wie die Abireise zu finanzieren.

Das Elterngeld richtet sich nach den Einkünften der Eltern vor der Geburt und zwar ausschließlich das Netto-Gehalt. Bei Ehepaaren sollte im Vorhinein feststehen, welches der beiden Eltern die meiste Elternzeit beanspruchen wird. So kann durch einen passenden Steuerklassenwechsel das Netto-Gehalt, theoretisch, ganz einfach erhöht werden. Hierzu sollte der Partner, welcher später das Elterngeld erhalten wird, rechtzeitig in die Steuerklasse 3 wechseln.

Allerdings ist der Wechsel, durch das "Gesetz zum Vereinfachen des Elterngeldvollzugs", nicht mehr ganz so einfach wie früher. Denn bereits sieben Monate bevor der Mutterschutz beginnt, muss der Wechsel der Steuerklasse stattgefunden haben. Das bedeutet, dass der Steuerklassenwechsel schon vor Bekanntwerden der Schwangerschaft beantragt werden müsste, denn ab Ende der zweiten Schwangerschaftswoche ist die Frist um.

Steuerklassenwechsel: Es gilt das fiktive Netto-Gehalt für das Elterngeld

Tipp: Positiv für die Eltern ist, dass nicht das reale, sondern das fiktive Nettogehalt entscheidend ist. Der Wechsel der Steuerklasse bezieht sich nämlich nur auf die nächsten sechs Monate. Das Amt für Elterngeld berechnet die Steuerklasse allerdings für volle zwölf Monate. Wenn der Wechsel zu spät vollzogen wird, dann gilt die alte Steuerklasse und somit ist der Antrag unnötig gewesen. Allerdings gibt es noch einen Trick, um etwas mehr Zeit zu gewinnen.

Die werdende Mutter kann nämlich die Berücksichtigung eines Mutterschutzmonats beantragen. Im Normalfall wird nämlich die Zeit des Mutterschutzes beim Elterngeld nicht berücksichtigt, denn in der Zeit wird kein Gehalt mehr gezahlt, sondern es gibt Geld von der Krankenkasse. Der Arbeitgeber muss das Gehalt lediglich auf das ursprüngliche aufstocken.

Wenn auf die sogenannte Ausklammerung des Mutterschutzes nun verzichtet wird, so wird sich die Elterngeldberechnung im Zeitraum nach hinten verschieben und es bleibt ein Monat mehr Zeit. Dieser Trick ist laut Familienministerium gesetzlich zulässig.

Einziger Nachteil hierbei ist der geringere Durchschnittslohn, da das Mutterschaftsgeld in der Regel nicht das Gehalt abdecken kann.
Eine weitere Möglichkeit ist es, später in den Mutterschutz zu gehen. Da die Zeit des Mutterschutzes nicht verpflichtend ist und ihre Länge variiert werden kann, bleibt so mehr Zeit für einen Steuerklassenwechsel. Einzige Voraussetzung hierfür ist natürlich die Gesundheit. Ist das Arbeiten wegen der Schwangerschaft nicht mehr möglich, so kann der Mutterschutz nicht hinausgezögert werden.

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