Mietnebenkosten

Die erste Jahreshälfte flattern bei den meisten Mietern die Abrechnungen ihrer Vermieter ins Haus,  die sogenannte Betriebs- oder Mietnebenkosten Abrechnung.

Jedes Jahr verursacht dieses Schreiben Freude oder Frust. Freude, wenn eine unerwartete Rückzahlung angekündigt wird, Frust und Entsetzen, wenn eine hohe Nachzahlung ins Haus steht.


Welche Mietnebenkosten dürfen Vermieter abrechnen:

Mietnebenkosten Heizung: Kosten für verbrauchte Fernwärme, Gas oder Öl sind jedem Mieter klar. Es dürfen aber auch Kosten für die Wartung oder Messgeräte abgerechnet werden. 

Mietnebenkosten Warmwasser: Hierzu zählen neben den Betriebskosten auch Kosten für die Wartung und Reinigung der vorhandenen Warmwassergeräte. Auch fällige Eichkosten kann der Vermieter anteilig berechnen.

Mietnebenkosten Wasser und Abwasser: Wasserverbrauch, Grundgebühr, Abwassergebühren werden in Rechnung gestellt. Hierzu können auch Reinigungskosten für eine Sickergrube zählen.

Mietnebenkosten Kaminfeger: Die Kosten für den Kaminfeger werden entweder bei den Heizungskosten mit aufgeführt oder als "Kehrgebühren" ausgewiesen.

Mietnebenkosten Grundsteuer: Diese Kosten muss auch ein Mieter anteilig bezahlen. Der Vermieter darf aber nicht seine Grunderwerbssteuer berechnen.

Mietnebenkosten Gartenpflege:  hier bezahlt der Mieter anteilige die Personal- und Sachkosten für das Pflegen und Instandhalten von Grünanlagen.

Mietnebenkosten Versicherungen: Weitergeben darf der Vermieter Kosten für Glasbruchversicherung, Wohngebäudeversicherung, Öltankversicherung und Grundbesitzhaftpflichtversicherung

Mietnebenkosten Gebäudereinigung: Kosten für die Reinigung von Gemeinschaftsflächen wie Treppenhaus und Hausflure kann auf die Mieter umgelegt werden.

Sonstige Mietnebenkosten, die der Vermieter berechnen darf:

  • Aufzugskosten
  • Hauswart
  • Wäschepflege
  • Straßenreinigung
  • Müllabfuhr
  • Wäschepflege (Kosten für gemeinsam genutzte  Waschmaschinen, Trockner oder Bügelmaschinen)

Die Mietnebenkosten müssen übrigens innerhalb von 12 Monaten nach dem Abrechnungszeitraum beim Mieter geltend gemacht werden. Versäumt der Vermieter diese Frist, kann er sie später nicht nachfordern.

Der Mieter muss diese Mietnebenkosten innerhalb von vier Wochen bezahlen, es sei denn, er entdeckt einen Fehler. Fehler in der Abrechnung können aber auch noch bis zu 12 Monaten nach Erhalt der Rechnung bemängelt werden.

 

[IMG © flickr / pilllpat cc]

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One Response to “Mietnebenkosten”

  1. Nadine sagt:

    Herzlichen Dank für die Informationen zu MIetnebenkosten. Werde in Zukunkt öfter reinschauen. Bitte mehr zu diesen Themen.
     
    Grüße aus Köln
    Nadine

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