Elternzeit beantragen

Elternzeit beantragen: Vorgaben beachten

Wer in Deutschland ein Kind bekommt, kann man sich vom Staat finanziell unterstützen lassen. Diese Unterstützung nennt sich Elterngeld. Was in der Theorie so einfach klingt, ist in der Realität meist kompliziert, da junge Eltern beim Elternzeit beantragen an viele Regeln gebunden sind. Um alles richtig zu machen, sollten sich die frischgebackenen Eltern mit den Vorgaben vertraut machen.

Elternzeit beantragen: Elterngeld auch für Männer

Mittlerweile beziehen immer mehr Männer Elterngeld. Dabei lag die Quote in 2011 bei rund 30 %. Dies geht aus den Zahlen des statistischen Bundesamtes hervor. Der Grund dafür liegt unter anderem darin, dass sich die doppelte Betreuung auch lohnt, denn dann gibt es für insgesamt 14 Monate Unterstützung in Form von Elterngeld.

Sollte nur ein Elternteil zuhause bleiben, liegt die Grenze der maximalen Förderdauer bei zwölf Monaten. Der Mindestzeitraum, in dem sich die Eltern fördern lassen müssen, beträgt übrigens zwei Monate. Wichtig ist ebenfalls zu wissen, dass man nach dem Elternzeit beantragen unter einem besonders strengen Kündigungsschutz steht.

Dies gilt auch, wenn nur eine Teilzeitbeschäftigung vorliegt. Eine Kündigung in der Elternzeit kann nur in Ausnahmefällen erklärt werden. Solche liegen etwa vor, wenn der Betrieb stillgelegt wird und eine ähnliche Beschäftigungsmöglichkeit ausscheidet.

Aufteilung frei wählbar

Innerhalb der 14 Monate ist es der Mutter und dem Vater freigestellt, die Zeit unter sich aufzuteilen. Sollte sich der Vater nur in einigen Monaten an der Kinderbetreuung beteiligen, müssen diese nicht zusammenhängen. Das Elterngeld kann zwischen 300 und 1800 EUR liegen. Dies hängt in erster Linie davon ab, wie viel der jeweilige Elternteil vorher verdient hat. Diese finanzielle Unterstützung wird oft nötig gebraucht, da Babynahrung und teure Windelpakete die finanziellen Reserven der jungen Familie stark belasten. Eltern müssen allerdings darauf achten, dass sie in der Zeit, in der sie Elterngeld beziehen, nicht mehr als 30 Stunden in der Woche arbeiten.

Elterngeld beantragen: Der Steuerbescheid ist ausschlaggebend

Beantragt wird das Elterngeld in der Elterngeldstelle. Diese ist häufig beim Jugendamt mit angesiedelt. Für den Antrag müssen die Original-Geburtsurkunde und ein Einkommensnachweis der letzten zwölf Monate vor der Geburt des Kindes mitgebracht werden, um Elternzeit zu beantragen.

Dazu zählt auch ein Bescheid für etwaig gezahltes Arbeitslosengeld. Wichtiger Tipp: Das Elterngeld kann man erst beantragen, wenn das Kind bereits geboren worden ist. Rückwirkend kann bis zu drei Monaten nachträglich gezahlt werden. Anders verhält es sich beim sogenannten Mutterschaftsgeld. Hier bezieht die Mutter bereits Geld, bevor das Kind geboren ist. Besonders aufpassen beim Elterngeld müssen Väter im Angestelltenverhältnis. Diese müssen nämlich spätestens sieben Wochen vor dem errechneten Geburtstermin ihrem Arbeitgeber die Elternzeit anmelden.

Bei Müttern ist dies nicht der Fall, da sie durch den gesetzlichen Mutterschutz geschützt sind und dadurch etwas länger Gelegenheit haben, beim Arbeitgeber ihre Elternzeit zu beantragen. Hier liegt die Grenze bei einer Woche nach der Geburt.

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